Gewässerbewertung
Unsere Bäche, Flüsse
und Seen sind Teil einer Kulturlandschaft. Die Qualität der Gewässer wird durch
die Nähe zu Siedlungen und Landwirtschaftsflächen direkt beeinflusst. Auch die
menschliche Nutzung durch Entnehmen von Trinkwasser und Einleiten von
Kläranlagenabwässern beeinträchtigt die Gewässergüte.
Zur Bewahrung einer
ausreichenden Qualität der Gewässer sollte zum einen der Eintrag chemischer
Substanzen minimiert, zum anderen die natürliche Ausdehnung der Gewässer soweit
als möglich bewahrt und möglichst eine genügende Wassermenge und naturnahe
Wasserführung gewährleistet werden. Für einen umfassenden Schutz der Gewässer
muss allerdings zunächst ihr Zustand detailliert erfasst und beschrieben werden
können. Standardisierte Werkzeuge sind notwendig, um den Gewässerzustand auf
verschiedenen Ebenen zu untersuchen und zu bewerten, von der Wasserchemie bis
zur Struktur von Pflanzen- und Tiergemeinschaften.
Im „Modul-Stufen-Konzept“ zur Untersuchung und Beurteilung der Schweizer Fliessgewässer wird unter Federführung der Eawag , der Konferenz der Vorsteher der Umweltämter der Schweiz (KVU) und des BAFU eine Methodensammlung zur Charakterisierung des Zustandes der Fliessgewässer laufend aktualisiert und ergänzt. Die entwickelten Methoden richten sich als Vollzugshilfen an die kantonalen Fachstellen. Aufbauend auf grundlegenden methodischen Vorarbeiten der Abteilung Umwelttoxikologie, ist das Ökotoxzentrum nun im Rahmen des Projektes für die ökotoxikologischen Methoden verantwortlich.

