Oekotoxzentrum
Home Contact Rechercher DE | EN | FR

Hormonaktive Stoffe

Ein grosses Schwerpunktthema des Oekotoxzentrums ist die Bewertung und Weiterentwicklung von geeigneten Methoden, welche die Wirkung von hormonaktiven Stoffen in Abwasser und Oberflächenwasser feststellen. Diese Stoffe wirken auf Grund ihrer Struktur und Wirkungsweise auf Organismen ähnlich wie Hormone oder beeinflussen den Hormonhaushalt und können so beispielsweise zur Verweiblichung männlicher Fische führen. Bevor diese Substanzen in der Praxis routinemässig nachgewiesen werden können, ist es jedoch notwendig, die existierenden Biotests zur Messung hormonaktiver Substanzen systematisch zu vergleichen, zu standardisieren und zu implementieren.

Das Oekotoxzentrum hat in einem Review PDF verschiedene Nachweistests für hormonaktive Substanzen in Gewässerproben verglichen und bewertet und eine praktische Teststrategie für die Schweiz vorgeschlagen. In einem Workshop im Sommer 2009 informierte es über die aktuellen internationalen Entwicklungen im Bereich hormonaktiver Substanzen in der Umwelt, stellte Methoden vor, wie hormonaktive Substanzen in Gewässern gemessen werden können, und präsentierte die Ergebnisse des Reviews.

Im Rahmen des BAFU-Projekts „Strategie Micropoll“ vergleicht das Oekotoxzentrum verschiedene Testsysteme zur Bestimmung hormonaktiver Substanzen im Abwasser einer Kläranlage. Ausserdem prüft es, wie erfolgreich eine zusätzliche Reinigungsstufe in Kläranlagen hormonaktive und andere im Abwasser vorhandene Substanzen entfernt oder ihr toxisches Potential verringert.

MicroPoll: Effektbewertung

Aktuelle Studien aus Deutschland und Italien weisen darauf hin, dass auch Mineralwasser hormonaktive Substanzen enthalten kann. In einem Projekt im Auftrag des BAG untersucht das Oekotoxzentrum die mögliche östrogene Wirkung zahlreicher in der Schweiz erhältlicher Mineralwässer.

Mineralwasser und mögliche östrogene Aktivität

Dernière mise à jour: 18.11.2011