Etablierung und Gebrauch von ökotoxikologische Tests für den Bodenschutz in der Schweiz
Projektverantwortliche: Sophie Campiche
Projektmitarbeiter: Sophie
Campiche, Emilie Grand
Obwohl Boden zahlreiche
wichtige Funktionen für uns erfüllt und die Schweiz einen aktiven Bodenschutz
betreibt, wird die Verschmutzung von Boden in erster Linie durch die chemische
Analyse spezifischer Schadstoffe bestimmt. Biologische Ökotoxizitätstests sind
jedoch notwendig, um die Auswirkung der Verschmutzung auf die Bodentiere zu
bestimmen. Trotzdem gibt es in der Schweiz keine standardisierten und
empfohlenen Testsysteme für diese Anwendung. Am Oekotoxzentrum werden
verschiedene ökotoxikologische Tests für den Bodenschutz in der Schweiz
optimiert und standardisiert.
Vorgeschlagene Testmethoden
Vermeidungs-Test mit Regenwürmern (ISO 17512-1 (2008))
- Eisenia fetida, Eisenia andrei
- Dauer: 3 Tage
- Schnelle
Screening-Methode um die Habitatfunktion von Böden zu ermitteln und den
Einfluss von Schadstoffen und Chemikalien auf das Verhalten der Regenwürmer zu
bestimmen
Reproduktionstest mit Springschwänzen (Collembolen) (ISO 11267 (1999) und OECD 232 (2009))
- Folsomia candida
- Dauer: 28 Tage
- Methode,
die den Effekt von Chemikalien auf die Vermehrungsrate von Collembolen in Boden
bestimmt
Bait Lamina Test (Funktionelle Methode, keine internationalen Standards vorhanden)
- Bodenorganismen (z.B. Regenwürmer, Springschwänze, Tausendfüsser, Enchytraeiden)
- Perforierte PVC Streifen die mit einer Ködermischung gefüllt sind (Zellulose, Kleieflocken und Aktivkohle)
- Feld- und Laborexperimente
- Dauer: 4 Tage bis 4 Wochen
- Messung der Frassaktivität der Bodenorganismen
- Kann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, z.B. um Verschmutzungen oder Verschmutzungsgradienten in Boden zu ermitteln

