MicroPoll: Effektbewertung
Projektverantwortliche: Cornelia Kienle
Projektmitarbeiter: Cornelia Kienle, Petra Kunz und Tamas Mengesha
Mikroverunreinigungen
aus Alltagsprodukten (Reinigungsmittel, Körperpflegemittel), Medikamenten oder
Pflanzenschutzmitteln in unseren Gewässern stellen eine Herausforderung für den
Gewässerschutz dar. Das BAFU-Projekt „Strategie
MicroPoll“ untersucht, inwieweit die
Mikroverunreinigungen in Abwasserreinigungsanlagen (ARAs) entfernt werden, da
sie hauptsächlich von dort in die Gewässer gelangen. In einem grosstechnischen
Pilotversuch in der STEP Vidy bei Lausanne werden die Wasserproben
ökotoxikologisch beurteilt und am Oekotoxzentrum insbesondere Effekte von
hormonaktiven Substanzen untersucht. Das Ziel der Studie ist es, beurteilen zu
können, wie effizient eine zusätzliche Ozonierungsstufe bzw.
Aktivkohlebehandlung organische Mikroverunreinigungen eliminiert. Es soll
ausserdem evaluiert werden, ob sich die angewendeten Testsysteme für eine
Erfolgskontrolle für Massnahmen in kommunalen ARAs eignen.
Angewendete Testsysteme
In vitro - Tests
Detektion von hormonaktiven Substanzen
- CALUX – Panel (ER-Calux, AR-Calux, GR-Calux, DR-Calux etc.)
- Yeast Estrogen Screen (YES-Test)
- H295R Steroidgenese Assay
- RIANA-Biosensor zur Detektion von östrogen aktiven Substanzen
Beurteilung der Algentoxizität
- Kombinierter Algentest mit der einzelligen Grünalge Pseudokirchneriella subcapitata (Endpunkte: Photosynthese- und Wachstumshemmung)
In vivo - Tests
- Schnecken-Reproduktionstest
mit Potamopyrgus antipodarum
(Endpunkte: Embryonenanzahl, Aufteilung in beschalte und unbeschalte Embryonen)
Projektpartner
Eawag, Abteilung Verfahrenstechnik
Biodetection Systems, Amsterdam, Niederlande
Entrix Inc. Toxicology Centre, Saskatoon, Kanada
Universität Tübingen, Abteilung Analytische Chemie, AK Gauglitz, Optische Spektroskopie

