Oekotoxzentrum
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Nanosilber

Projektverantwortliche: Daniela Tropiano

Projektmitarbeiter: Daniela Tropiano, Nadzeya Homazava

Der Einsatz von Nanopartikeln in Fassadenbeschichtungen ist ein aufstrebendes Anwendungsgebiet („Easy-to-Clean“, „Self-Cleaning Coatings“). Zu den gebräuchlichsten Nanopartikeln zählen Nanosilber und photokatalytisch aktives Nanotitandioxid.

Die Auswaschung von Nanosilber aus Fassadenfarben in Folge von Niederschlägen und Verwitterungsprozessen kann zur Freisetzung von Schadstoffen führen, die anschliessend in Gewässer eingetragen werden. Das Ökotoxzentrum untersucht die ökotoxikologischen Effekte von Fassadenabläufen auf unterschiedliche Organismen, wie Makroinvertebraten, Algen und Bakterien. Die Interpretation der Versuchergebnisse erfolgt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft der Eawag. die die für die Auswaschung relevanten Faktoren charakterisiert und die ausgewaschenen Schadstoffe bzw. Partikel quantifiziert.

Um die Auswaschung der Schadstoffe aus der Fassadenfarbe zu untersuchen, wird der Ablauf von Fassaden, die mit einer marktüblicher Nanosilber-enthaltenden Farbe gestrichen sind mit dem einer silberfreien Referenzfarbe verglichen. Versuche werden im Labor mit künstlicher Beregnung und im Freiland durchgeführt.

Testsysteme
In vitro - Tests
  • Leuchtbakterien-Test mit dem marinen Bakterium Vibrio fischeri
  • Kombinierter Algentest mit Pseudokirchneriella subcapitata
In vivo - Test
  • Akuter Toxizitätstest mit Gammarus fossarum
  • Chronischer Toxizitätstest mit Ceriodaphnia dubia

Projektpartner

Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Abteilung SWW, Eawag

Abteilung Verfahrenstechnik, Eawag

Abteilung Bautechnologie, Empa

Soluval Santiago, Couvet, Schweiz

Dernière mise à jour: 29.01.2010