Umweltqualitätskriterien für Pflanzenschutzmittel
Schlussbericht: Aquatic Risks of Plant Protection Products: A Comparison of Different Hazard Assessment Strategies for Surface Waters in Switzerland PDF
Projektverantwortliche: Robert Kase, Marion Junghans
Da Pflanzenschutzmittel
oft in Gewässern nachgewiesen werden, besteht ein Interesse, diese Substanzen
auch ökotoxikologisch zu bewerten. Für die Bewertung existieren
unterschiedliche Methoden, die sich laufend weiterentwickeln und auf
verschiedenen Richtlinien und Schutzzielen basieren. Deshalb hat das Bundesamt
für Umwelt (BAFU) eine Situationsanalyse in Auftrag gegeben. Das Oekotoxzentrum
vergleicht im Rahmen dieser Situationsanalyse die Methoden der EU und einiger
Mitgliedstaaten zur Erarbeitung von Umweltqualitätskriterien für
Pflanzenschutzmittel.
Der Vergleich beinhaltet die Ableitung solcher Kriterien
für 7 Pflanzenschutzmittel, um die Konsequenzen der Unterschiede zu
illustrieren. Auf dem Prüfstand stehen die Herbizide Diuron, Mecoprop-(P) und Terbutylazin,
die Fungizide Carbendazim und Propiconazol und die Insektizide Imidacloprid und
Diazinon. Neben dem Auftraggeber wirken als weitere Partner das Bundesamt für
Landwirtschaft, die Eawag, die Universität Lausanne, das Ingenieurbüro BMG und zahlreiche externe Experten. Das
Oekotoxzentrum bildet im Projekt eine Drehscheibe: es sammelt die Beiträge der
einzelnen Projektpartner und bringt sie zu einem konsensfähigen Gesamtergebnis
zusammen. Die Projektergebnisse werden für Ende 2010 erwartet und sollen auch
aufzeigen, welche Methode zur Konkretisierung der Ziele der Schweizerischen
Gewässerschutzgesetzgebung verwendet werden könnte.
Projektpartner
Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)
Eawag, Abteilungen Umwelttoxikologie und Umweltchemie

