SYNAQUA – Genetisches Biomonitoring von aquatischen Ökosystemen

SYNAQUA – Genetisches Biomonitoring von aquatischen Ökosystemen

Im Interreg-Projekt SYNAQUA (SYNérgie transfrontalière pour la bio-surveillance et la préservation des écosystèmes  AQUAtiques) arbeiten Projektpartner aus der Schweiz und aus Frankreich daran, genetische Methoden zur biologischen Überwachung von Oberflächengewässern zu etablieren. Dieser innovative Ansatz basiert auf der direkten Bestimmung von Bioindikator-Organismen in Gewässern auf der Basis von DNA-Sequenzen wie genetischen Barcodes. Eine neue Methode zur Analyse von Umwelt-DNA erlaubt es, robuste und zuverlässige Werkzeuge zu erarbeiten, um molekulare Indizes zu berechnen und die ökologische Wasserqualität zu bestimmen. So werden die etablierten Methoden zur biologischen Überwachung optimiert.

Das Projekt SYNAQUA konzentriert sich auf zwei Gruppen von biologischen Indikatororganismen, Diatomeen (Kieselalgen) und Oligochaeten, die hier zum ersten Mal zusammen angewendet werden. Beide Organismengruppen werden in Frankreich und der Schweiz zur biologischen Gewässerüberwachung eingesetzt. Diatomeen sind winzige Süsswasseralgen und zeigen eine Belastung durch Nährstoffe und organische Verbindungen an. Oligochaeten sind benthische Wirbellose, die sich in Sedimenten entwickeln und Indikatoren der Sedimentqualität sind. Folgende Punkte werden bearbeitet:

  • Validierung der molekularen Methode
  • Entwicklung eines standardisierten DNA-Indizes für die Bestinnung der Wasserqualität. Der Ansatz soll in französischen und Schweizer Flüssen und den Uferbereichen des Genfersees überprüft werden.
  • Sensibilisierung der Fachleute und der Öffentlichkeit für die Vorteile der Umweltgenomik
  • Verbesserung der Effizienz des staatlichen Umweltschutzes