Bewertung der ökotoxikologischen Sedimentqualität: Empfehlungen für die Schweiz
Berichte: Qualitätsüberwachung von Sedimenten in der Schweiz: Aktueller Stand der verfügbaren Methoden und Einsetzung von Empfehlungen (2012) PDF
Qualitätsüberwachung von Sedimenten in der Schweiz: Zusammenfassung einer Umfrage (2011) PDF
Projektverantwortliche: Sophie Campiche
Projektmitarbeiter: Sophie
Campiche, Rébecca Flück
Das
Oekotoxzentrum ist sehr an der Untersuchung von Sedimenten interessiert, da
diese einen essentiellen Bereich der aquatischen Ökosysteme darstellen. Auf der
einen Seite spielen Sedimente eine wichtige Rolle für viele Organismen (Lebensraum,
Fortpflanzungsort, ...), auf der anderen Seite können sie persistente Schadstoffe
anreichern und so als langfristige Quelle für die Verschmutzung von aquatischen
Systemen dienen. Durch chemische, biologische und ökotoxikologische Analysen kann
die Sedimenttoxizität bestimmt werden und so verschmutzte Standorte und das
Risiko, das von ihnen ausgeht, analysiert werden. Die Schweizerische
Gewässerschutzverordnung legt fest, dass Sedimente keine persistenten
Schadstoffe anreichern dürfen, damit der Schutz des aquatischen Lebens
gewährleistet ist. Es fehlen jedoch noch harmonisierte Empfehlungen und
Qualitätskriterien für die Charakterisierung der Sedimenttoxizität in situ.
Das Projekt
hat das Ziel, eine komplette Liste von harmonisierten Empfehlungen zu liefern,
von den Probenahmemethoden bis zur Interpretation von Biotest-Ergebnissen. Das
Projekt beinhaltet mehrere Schritte. Der erste Schritt ist es,
Qualitätskriterien für Sedimente und ihre Ableitungsmethode vorzuschlagen, um
sie dann auf die Schweizer Sedimente anzuwenden. In einem zweiten Schritt
werden wir uns auf die derzeit verfügbaren Biotests konzentrieren, die für die
Evaluation der Sedimenttoxizität verwendet werden (z.B. Biotests mit
Chironomiden)

