Toxizitätsbestimmung von Sedimenten mit Chironomus riparius
Projektverantwortliche: Sophie Campiche
Projektmitarbeiter: Sophie
Campiche, Rébecca Flück
Sedimente spielen eine
wichtige Rolle als langfristige sekundäre Quelle von Schadstoffen und als
Habitat für zahlreiche Tierarten. Zuckmückenlarven der Art Chironomus riparius sind benthische Wirbellose, die in den oberen
Zentimeters des Sediments leben. Sie sind also repräsentative Organismen für
die Bestimmung von Sedimenttoxizität und werden seit 20 Jahren für
Toxizitätstests in Wasser oder Sediment eingesetzt. Es existieren verschiedene
Methodenvorschläge, aber es gibt noch kein standardisiertes Protokoll, das
europaweit für das Testen der Toxizität natürlicher Sedimente eingesetzt werden
könnte. Um die Methoden für das Testen der Sediment-Toxizität in der Schweiz zu
optimieren, wurde an der EPFL eine Zuchtstation für C. riparius eingerichtet.
Ziel des Projekts ist es, die Zuchtbedingungen zunächst zu optimieren, anschliessend die Toxizität von verschiedenen natürlichen Sedimenten zu testen, und schliesslich einen Leitfaden für die Bestimmung von Sedimenttoxizität in der Schweiz vorzuschlagen. Der Leitfaden soll die Informationen verschiedener Standard-Protokolle für die Probenahme und Vorbehandlung der Sedimente und auch die Interpretation der Resultate zusammenführen.

