Oekotoxzentrum
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News

31. Januar 2012

EU schlägt Grenzwerte für neue prioritäre Substanzen vor – auch Oekotoxzentrum war beteiligt

Die EU Kommission schlägt 15 neue prioritäre Substanzen vor, die in Zukunft in EU-Oberflächengewässern unter der Wasserrahmenrichtlinie überwacht und kontrolliert werden sollen. An der Erarbeitung der neuen EU-Grenzwerte für diese Substanzen war auch das Oekotoxzentrum beteiligt.

Zum ersten Mal sollen Arzneimittel in der Umwelt reguliert werden, nämlich 17-α-Ethinylestradiol, 17-β-Estradiol und Diclofenac. Bei den anderen Substanzen handelt es sich um Pflanzenschutzmittel (Aclonifen, Bifenox, Cypermethrin, Dicofol, Heptachlor und Quinoxyfen ), Biozide (Cybutryne = Irgarol, Dichlorvos und Terbutryn), Industriechemikalien (Perfluorooctansulfonsäure (PFOS) und Hexabromocyclododekan (HBCDD)) und Verbrennungsnebenprodukte (Dioxin und Dioxin-ähnliche PCBs).

Das Oekotoxzentrum hat inzwischen Vorschläge für wirkungsbasierte Grenzwerte für eine grosse Zahl von Substanzen erarbeitet; die komplette Liste findet sich auf dieser Webseite und wird ständig erweitert.

Pressemitteilung der EU

Vorschläge des Oekotoxzentrums für Qualitätskriterien

3. November 2011

Oekotoxzentrum am TecDay in Frauenfeld

TecDay

Was sind Umwelthormone? Wie kann man sie nachweisen? Antwort auf diese und andere Fragen gab das Oekotoxzentrum den Schüler und Schülerinnen der Kantonsschule Frauenfeld im Rahmen des TecDay am 3. November 2011. Die Jugendlichen konnten erfahren und erkunden, welche Wirkungen Mikroverunreinigungen auf Wasserorganismen haben können und wie man diese Stoffe mit Biotests nachweisen kann. Partner des Auftritts waren das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau und die Eawag. Der TecDay wird von der Schweizerischen Akademie für Technische Wissenschaften organisiert, um den Schülerinnen und Schülern interaktive Einblicke in Themen aus Naturwissenschaften und Technik zu bieten.

29./30. September 2011

Kurs "Mikroverunreinigungen in Oberflächengewässern mit Schwerpunkt hormonaktive Substanzen"

Der Kurs gibt eine theoretische allgemeine Einführung in die Problematik der Mikroverunreinigungen und insbesondere der hormonaktiven Substanzen in Gewässern. Die Thematik wird vertieft anhand von konkreten Projekten und Beispielen mit einem speziellen Fokus auf Themen aus dem Bereich der angewandten Ökotoxikologie.

Der Kurs richtet sich an Fachleute aus Industrie, Behörden, Wissenschaft und Lehre, die vor allem an den ökotoxikologischen Aspekten von aquatischen Mikroverunreinigungen interessiert sind. Humantoxikologische Aspekte von Mikroverunreinigungen im Trinkwasser werden ebenfalls angesprochen.

Flyer PDF

9. Mai 2011

Beurteilungskonzept für Mikroverunreinigungen jetzt auch auf Englisch verfügbar

Das Konzept zur Bewertung der Gewässerqualität mit Blick auf die Belastung mit Mikroverunreinigungen wurde nun auch auf Englisch als Buchkapitel publiziert. Der Fokus der Publikation liegt stärker auf der ökotoxikologischen Bewertung als im ursprünglichen Projektbericht.

Bookchapter: Assessment of micropollutants from municipal wastewater - Combination of exposure and ecotoxicological effect data for Switzerland

15. April 2011

Qualitätskriterien für Pflanzenschutzmittel

Wirkungsbasierte Qualitätskriterien für Pflanzenschutzmittel werden gebraucht, um Oberflächengewässer ökotoxikologisch zu bewerten. Für die Bewertung existieren unterschiedliche Methoden, die sich laufend weiterentwickeln und auf verschiedenen Richtlinien und Schutzzielen basieren. Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt hat das Oekotoxzentrum die Bewertungsmethoden der EU und die jeweiligen Schutzziele in einer Situationsanalyse verglichen und in Fallstudien auf mehrere Pflanzenschutzmittel angewendet. Das Oekotoxzentrum schlägt eine Methode zur Ableitung der Qualitätskriterien vor, die den Zielen der Schweizer Gewässerschutzgesetzgebung entspricht.

Bericht: Aquatic Risks of Plant Protection Products: A Comparison of Different Hazard Assessment Strategies for Surface Waters in Switzerland

4. April 2011

Entwarnung für östrogene Substanzen in Schweizer Mineralwasser

PET


Deutsche und italienische Forscher hatten kürzlich gemeldet, dass abgepacktes Mineralwasser oft mit östrogen wirkenden Substanzen belastet ist. Eine Studie des Oekotoxzentrums und des Bundesamts für Gesundheit gibt Entwarnung für die Schweiz: In keinem der getesteten Mineralwässer wurden bedenkliche Konzentrationen von östrogenen Substanzen gefunden. Die Details der Studie finden Sie im Bulletin des Bundesamts für Gesundheit.

Detailartikel: Hormonaktive Substanzen in abgepacktem Mineralwasser?

1. März 2011

Mischungstoxizität: Was kann die Forschung und was braucht die Praxis?

In einem Workshop im November 2010 hat das Oekotoxzentrum den Stand der Forschung und die Bedürfnisse der Praxis im Bereich Mischungstoxizität evaluiert. Die Teilnehmenden diskutierten die regulatorischen Herausforderungen und formulierten den Handlungsbedarf für die Zukunft. Die Ergebnisse des Workshops wurden jetzt in der neuesten Ausgabe von gwa - Gas Wasser Abwasser publiziert.

zum Artikel

2./3. Februar 2011

SETAC-Symposium zur Mischungstoxizität: Oekotoxzentrum organisiert mit

SETAC_Mixtox

Das Oekotoxzentrum beteiligt sich an der Organisation eines SETAC Special Science Symposiums zum Thema Mischungstoxizität. Obwohl Organismen in der Umwelt komplexen Schadstoffcocktails ausgesetzt sind, werden die Effekte von Chemikalien auf die Umwelt immer noch auf der Basis von Einzelsubstanzen evaluiert und reguliert. Am Symposium werden verschiedene aktuelle Ansätze zur Risikobewertung von Mischungen vorgestellt. Ausserdem wird die mögliche Einbindung der Mischungsperspektive in die existierende Regulatorik diskutiert werden. Ein weiteres Thema wird die Entwicklung angemessener Umweltqualitätsstandards für Chemikalienmischungen sein. Das Symposium findet am 2.-3. Februar 2011 in Brüssel statt.

Flyer PDF (Englisch)

24./25. November 2010

Auswirkungen von Chemikalienmischungen in der Umwelt und ihre Beurteilung (Mischungstoxizität) (in Deutsch in Dübendorf)

Der Kurs soll in die Problematik von Chemikalienmischungen in der Umwelt einführen und einen Überblick über die Beurteilung der Mischungstoxizität anhand verschiedener Modelle geben. Hierbei wird nicht nur die Problematik von Mischungen verschiedener Chemikalien in der Umwelt betrachtet, sondern auch die Interaktionen solcher Mischungen mit abiotischen Stressoren. Abschliessend soll ein Einblick in die regulatorischen Herausforderungen gegeben werden, die sich daraus ergeben.

Leitung: Petra Kunz

1. September 2010

Neue Leiterin am Oekotoxzentrum

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Am 1. September hat Frau Dr. Inge Werner ihre Stelle als Leiterin des Oekotoxzentrums Eawag-EPFL angetreten. Inge Werner kommt von der University of California in Davis, USA, wo sie in den letzten 5 Jahren das Aquatic Toxicology Laboratory (ATL) leitete und sich als Adjunct Professor in der Lehre engagierte. Das ATL ist ein staatlich zertifiziertes Labor, das die Gewässerqualität und die Gesundheit der aquatischen Ökosysteme in ganz Kalifornien untersucht. Dort hat die Zoologin zusammen mit staatlichen und lokalen Behörden zahlreiche angewandte Projekte in der aquatischen Ökotoxikologie durchgeführt. Zuvor hat sie lange Jahre an der University of California ökotoxikologische Forschung betrieben: auch dabei lagen ihr Anwendungsnähe und Interdisziplinarität sehr am Herzen.

Inge Werner freut sich nun darauf, ihre Erfahrungen ins Oekotoxzentrum einzubringen und so zur angewandten Ökotoxikologie in der Schweiz beitragen zu dürfen. Sie ist beeindruckt, dass die Schweiz die Ökotoxikologie so aktiv annimmt und fördert, sei sie doch eine unbequeme Wissenschaft. „Oft deckt die Ökotoxikologie Umweltprobleme auf, die kostspielige Massnahmen erforderlich machen, und Problemlösungen sind selten einfach“, erklärt Inge Werner.

Schon seit ihrer Studienzeit interessiert sich Inge Werner besonders für die subletalen Auswirkungen von Chemikalien auf Organismen wie die Beeinträchtigung des Immunsystems, Verhaltensänderungen oder die Wirkungen von Pseudohormonen. In der Vergangenheit hat sich die Biologin dabei auf die Auswirkung von Pestiziden auf aquatische Arten spezialisiert, die nicht die Zielorganismen dieser Substanzen sind. Ihr Interesse gilt aber auch der Entwicklung von effektiven Methoden für das Monitoring und für die Früherkennung von Umweltschäden.

6. Mai 2010

Praxis-Workshop des Oekotoxzentrums

Praxis-Woskshop kleiner

Ausgewählte Fachleute aus kantonaler Verwaltung, Bundesverwaltung, Industrie und Forschung wurden am 6. Mai 2010 vom Oekotoxzentrum zu einem Workshop auf dem Gurten eingeladen. Der aktiven Dialog mit unseren Stakeholdern ist uns wichtig, um die Arbeit des Oekotoxzentrums ideal auf die Bedürfnisse der Praxis abzustimmen zu können. Ziel des Workshops war es, die bestehenden Bedürfnisse und Probleme im Bereich Ökotoxikologie zu konkretisieren und zu bewerten. So soll es möglich werden, mit den vorhandenen Mitteln bestehende Lücken in der ökotoxikologischen Praxis optimal schliessen zu können. In Kleingruppen wurden Planungsgrundlagen zu drei verschiedenen Themenbereichen erarbeitet: Strategie und Methode der Probenahme, ökotoxikologische Tests und Beurteilungsmethoden und Umweltüberwachung und -bewertung.

Synthese des Workshops [pdf]

4./5. Mai 2010

Introduction à l’écotoxicologie (en français à Lausanne)

 L’objectif de ce cours est de permettre aux participants d’acquérir des notions de base en écotoxicologie. Après une brève introduction générale à l’écotoxicologie, divers sujets seront abordés : tout d’abord un aperçu de l’origine, du comportement et du devenir des polluants dans l’environnement sera donné ; le sujet de l’impact des polluants sur les écosystèmes aquatiques et terrestres sera également abordé et illustré grâce à la présentation de systèmes de tests. Finalement, la notion d’évaluation du risque ainsi que les aspects législatifs et réglementaires concernant les polluants seront présentés. D’un point de vue pratique, une visite du laboratoire d’écotoxicologie terrestre sera organisée et comprendra la présentation de quelques tests et organismes spécifiques.

Direction du cours: Sophie Campiche

26./27. November 2009

"In silico Modelle für die Risikobewertung - QSAR-Anwenderkurs"

In silico Methoden zur computergestützten Vorhersage von toxischen Effekten sind ein nützliches Werkzeug, um Lücken in vorhandenen Daten zur Toxizität von Chemikalien zu schliessen. Der Kurs soll ein Überblick über den Einsatz von QSAR (Quantitative Structure Activity Relationship) Modellen in der Risikobewertung geben und drei ausgewählte Modelle vertieft anhand praktischer Arbeiten vermitteln.

Flyer PDF

20./21. Oktober 2009

Kurs "Evaluation von ökotoxikologischen Tests"

Neben den Standardtests der Ökotoxikologie gibt es eine Vielzahl weiterer Tests für die Anwendung in aquatischen und terrestrischen Ökosystemen. Der Kurs soll einen Überblick über die Methoden geben und ausgewählte Testverfahren in praktischen Demonstrationen genauer vorstellen. Es wird gezeigt werden, welche Tests sich für welche Fragestellungen eignen, was ihre Aussagekraft ist und wie sie kombiniert werden können.

Flyer PDF

25. September 2009

Nacht der Forschung

Nacht der Forschung

Das Oekotoxzentrum hat seine Arbeit an der dritten «Nacht der Forschung» in Zürich vorgestellt und damit dazu beigetragen, die Begegnung und den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Kleine und grosse Gäste konnten bei uns erleben, wie Wasser- und Bodentiere als Frühwarnsystem für Schadstoffe dienen können. Besonders die Kinder waren begeistert dabei, die Bachflohkrebse und anderen Organismen aus dem Wasser zu fangen und unter den Binokular näher zu betrachten. Hier liess sich Wissenschaft hautnah erleben, mit Forschern diskutieren - und selbst zum Entdecker werden.

Banner Nacht der Forschung

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Dernière mise à jour: 02.02.2012