Qualitätskriterien für organische Spurenstoffe in Oberflächengewässern

Qualitätskriterien für organische Spurenstoffe in Oberflächengewässern

In Schweizer Gewässern werden regelmässig zahlreiche Schadstoffe nachgewiesen, die Wasserorganismen und so das ökologische Gleichgewicht der Gewässer beeinträchtigen können. Um die Wasserqualität zu beurteilen, werden europaweit ökotoxikologisch basierte Grenzwerte oder Qualitätskriterien verwendet, unterhalb derer keine schädlichen Wirkungen auftreten sollten. In der Schweiz sollen nun stoffspezifische, ökotoxikologische, numerische Anforderungen für gewässerrelevante organische Schadstoffe in der Gewässerschutzverordnung festgelegt werden.

Qualitätskriterien werden auf Basis der akuten und chronischen Schädigung von Umweltorganismen mit Hilfe von Risikobewertungsmodellen abgeleitet. Das Oekotoxzentrum hat Qualitätskriterien für zahlreiche Umweltverunreinigungen hergeleitet. Es überprüft momentan diese Vorschläge für 62 ausgewählte Substanzen auf ihre Aktualität und überabeitet diejenigen, für die neue Toxizitätsdaten vorliegen. Die vorgeschlagenen Qualitätskriterien werden zusätzlich extern geprüft. Im Jahr 2017 wird das UVEK eine öffentliche Anhörung durchführen und Mitte 2018 sollen die ökotoxikologisch basierten, neuen numerischen Anforderungen in Kraft treten.

Vorschläge des Oekotoxzentrums für Qualitätskriterien für ausgewählte Stoffe
Verfahren zur Herleitung der Qualitätskriterien

 

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Dr. Marion Junghans
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