PAH-CALUX® (externes Labor)

Testorganismus

  • Rattenzelllinie (H4IIE)

Detektierbare Effekte (Wirkung)

  • Der Test zeigt die Anwesenheit von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) über ihre Bindung an den Aryl-Kohlenwasserstoff-Rezeptor (AhR) an.

Testprinzip

  • In der Zelllinie ist das Glühwürmchen-Luciferase-Gen als Reportergen mit Dioxin-reaktiven Elementen
    (DREs) gekoppelt, die auch die Anwesenheit von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) anzeigen. Durch die spezifische Aufbereitungsmethode und kurze Inkubationszeit binden diese hier typischerweise nur PAH.
  • Nach der Bindung von PAH an den zytosolischen Aryl-Kohlenwasserstoff-Rezeptor (AhR) bindet der Liganden-Rezeptor-Komplex an den DRE.
  • Zellen, die PAH ausgesetzt sind, exprimieren nicht nur Proteine, die unter normalen Umständen mit dem DRE assoziiert sind, sondern auch Luziferase. Durch Zugabe des entsprechenden Substrats für Luziferase wird Licht emittiert.
  • Die Menge des erzeugten Lichts ist proportional zur Menge der ligandspezifischen Rezeptorbindung, die mit der entsprechenden Referenzverbindung (Benzpyren) verglichen wird. Die Konzentration wird als toxische Equlivalente (TEQ) oder bioanalytische Equivalente (BEQ) ausgedrückt.

Testdauer

  • Expositionszeit 6 h

Relevanz

  • Der PAH CALUX zeigt die Anwesenheit zahlreicher polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAH) an.

Richtlinien und Literatur

  • Pieterse B, Felzel E, Winter R, van der Burg B, Brouwer A (2013) PAH-CALUX, an
    optimized bioassay for carcinogenic hazard identification of polycyclic aromatic
    hydrocarbons (PAHs) as individual compounds and in complex mixtures. Environ Sci
    Technol, 47, 11651-11659.