Weiterbildungsangebot

Das Oekotoxzentrum engagiert sich für eine praxisnahe Aus- und Weiterbildung im Bereich Ökotoxikologie. Ziel ist es, unser Expertenwissen weiterzugeben und so Handlungskompetenzen zu vermitteln.

Die Weiterbildungskurse richten sich in erster Linie an Fachleute aus Verwaltung, Praxis, Forschung und Industrie. Jährlich bietet das Oekotoxzentrum meistens einen Einführungskurs in die Ökotoxikologie und einen Anwenderkurs bzw. einen Kurs über die Beeinträchtigung natürlicher Systeme an. Darüber hinaus werden ad hoc Workshops durchgeführt, die Ergebnisse abgeschlossener Projekte vorstellen oder aktuelle Themen aufgreifen.

Weiterhin beteiligt sich das Oekotoxzentrum an Ausbildungskursen im Hochschulbereich und bringt seine Fachkompetenz im Bereich der angewandten Ökotoxikologie ein, wo immer es nötig ist. Die Lehre erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der ETH Zürich, der EPF Lausanne, den universitären Hochschulen und den Fachhochschulen.

Kursprogramm 2025

Jan
20.

Webinar: Antibiotikaresistenzen in der Umwelt

20. Januar 2026, keine Anmeldung notwendig
Kursleitung:

Das Oekotoxzentrum lädt am Dienstag, den 20. Januar 2026, 16-17 Uhr ein zu einem Webinar mit Prof. Ed Topp (INRAE) zum Thema "Die Umweltrelevanz von Antibiotikaresistenzen".

Das Webinar wird auf Französisch mit einer Simultanübersetzung ins Deutsche gehalten.

Ort: Zoom  
(Zugangscode : 143185)

Zusammenfassung: Antibiotikaresistenzen (AMR) sind ein grosses Problem für die öffentliche Gesundheit weltweit. Im Rahmen des „One Health“-Ansatzes werden Massnahmen in Politik und Praxis umgesetzt, um deren Entwicklung zu verlangsamen. Der Umweltaspekt von AMR betrifft vor allem den Umgang mit Kontaminationen durch menschliche oder tierische Fäkalien sowie durch die Produktion von Antibiotika. Die Übertragung von AMR auf den Menschen über die Umwelt, insbesondere über Wasser, ist problematisch, vor allem in Ländern mit niedrigem Einkommen, in denen die Infrastruktur zur Aufbereitung von Abwasser oft ungenügend ist. In diesem Vortrag werden verschiedene Aspekte von AMR in der Umwelt behandelt, wobei der Schwerpunkt auf Abwasseraufbereitung, Abwasserentsorgung und Landwirtschaft liegt. Die wichtigsten Wissenslücken und Forschungsempfehlungen werden vorgestellt.

Mär
25./26.

Evaluation von ökotoxikologischen Tests

25./26. März 2026, auf Deutsch, in Dübendorf, Kursgebühr: CHF 650
Kursleitung: Cornelia Kienle

Neben den Standardtests der Ökotoxikologie (z.B. Algen- oder Wasserflohtests) existiert eine Vielzahl weiterer Testsysteme, bei denen aquatische und terrestrische Organismen eingesetzt werden. Der Kurs gibt einen Überblick über verschiedene ökotoxikologische Methoden und stellt ausgewählte Testverfahren in praktischen Demonstrationen näher vor. Anhand von Anwendungsbeispielen wird gezeigt, welche Tests sich für welche Fragestellungen eignen, wie aussagekräftig sie sind und wie sie kombiniert werden können. Da der Kurs vor allem auf die praktische Anwendung von Biotests fokussiert ist, sind Grundkenntnisse zum Thema Ökotoxikologie und ökotoxikologisches Testen von Vorteil.

Der Kurs ist fokussiert auf:

- In-vitro-Tests für die Detektion von Substanzen mit spezifischen Wirkmechanismen (z.B. östrogene Wirkung, Photosynthese-Hemmung)

- Vielversprechende Testarten für die Beurteilung von Wasserproben (z.B. Wasserlinsen, Gammariden, Chironomiden) und Einblick in Testarten für Böden

- Alternativen zu klassischen Reproduktions- oder Mortalitätstests. Hierzu zählen beispielsweise Ökotoxizitätstests, die Daten zum Verhalten liefern (z.B. Bewegungsmuster, Vermeidung).

- Vielversprechende Methoden für die Anwendungen im Feld (z.B. Frassaktivität von Gammariden, Online-Biomonitoring, Bait Lamina Test)

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Jun
23.

One Health – The connection between human and animal health and the state of the environment in regulation and enforcement

23. Juni 2026, auf Englisch, in Dübendorf oder online, Kursgebühr: CHF 370
Kursleitung: Alexandra Kroll , Lothar Aicher

The One Health concept is a holistic approach to improving and sustainably protecting human, animal and environmental health. It recognizes that human, animal and environmental health are closely linked. Antibiotic resistance management, zoonoses and pandemic preparedness, climate change and environmental health are just a few examples that show how changes in one area can have direct or indirect effects on the others. In this course, we present policy drivers for implementing the One Health approach, such as the legal framework and guidelines in Switzerland, and the EU, particularly in the areas of food safety, animal health and environmental protection. We present case studies from interdisciplinary research initiatives that support the One Health approach, discuss the scientific challenges in implementing the concept, and introduce new approaches to risk assessment of biological and chemical stressors.

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Kontakt

Brigitte Bracken
Brigitte Bracken E-Mail Kontakt Tel. +41 58 765 5562